Wie alles begann...

Die Geschichte des Musikvereins "Weilersbacher Musikanten" e. V. beginnt 1963 als die Jugendkapelle Neunkirchen am Brand zum 75-jährigen Stiftungsfest der Freiwilligen Feuerwehr Unterweilersbach ein Gastspiel gab. Zu dieser Zeit wurde der Gedanke geboren in Weilersbach eine Knabenkapelle zu gründen.

Die Idee dazu hatte Hans Gath, der damals Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr war. Ihm hatte das Musizieren der Neunkirchner so gut gefallen, dass er darauf hin zum jungen und begabten Dorfschullehrer Rudolf Hetzler sagte: "Herr Lehrer, das könnten wir doch auch, das Musizieren". Hans Gath war damals an einen verantwortungsbewussten Schullehrer geraten der prompt reagierte.

Rudolf Hetzler war es einst gelungen in kurzer Zeit Eltern und Schüler für die Blechblasmusik zu begeistern. Lehrer Hetzler gab nach der Schulzeit den jungen Musikern Instrumentalunterricht, der von den Eltern entlohnt wurde. Die damals sehr teueren Instrumente wurden von den Eltern angeschafft und waren somit Eigentum der Schüler. Zur Freude aller Beteiligten gelang in diesem Jahr der Aufbau einer Kapelle die aus folgenden Weilersbacher Schülern bestand:

Trompete: Hans Dennerlein; Ludwig Hack; Josef Hack; Albert Lang; Ludwig Pieger; Leonhard Wölker; Felix Neuner; Helmut Eckert

Tenorhorn: Peter Neuner; Rudi Dennerlein; Reinhold Dötzer

Es-Horn: Fritz Gelbhardt; Georg Henkel; Gerhard Langguth

Posaune: Paul Gath; Manfred Knauer; Reinhard Braun; Wilfried Werner
Bariton: Hans Bierfelder

Im Jahr 1964 schlossen sich noch folgende Schüler der Knabenkapelle an:

Schlagzeug Alfred Hack; Dieter Zöbelein; Gerhard Hofmann

Trompete: Heinz Martin; Heinz Amon; Hans Dötzer

Lyra: Erhard Beck

Klarinette: Robert Amon; Norbert Seiler; Alfred Hack; Alfons Roppelt; Manfred Dürrbeck; Josef Schmidt

Es-Horn: Franz Hack

Baß: Harald Ulbricht

Große Trommel: Reinhold Gildner

Diese 36 jungen Musiker der 5. bis 8. Klassen, von denen 20 aus Unterweilersbach und 16 aus Oberweilersbach waren, taufte man auf den Namen Weilersbacher Tannesspatzen“.

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Durch das Interesse am Musizieren und das erarbeitete Repertoire wurden die Tannesspatzen Jahr um Jahr gefragter, was natürlich zur Folge hatte das es immer wieder besondere Feste gab bei denen die Knabenkapelle auftrat. Als die Gründungsmusikanten nach und nach die Schule verließen und sich der Kapelle auch Mädchen anschlossen wurde 1966 aus der Knabenkapelle eine Jugendkapelle“.

So Steil die Kapelle zur führenden Jugendkapelle im damaligen Landkreis Ebermannstadt wurde, genauso plötzlich verebbte die Begeisterung in Weilersbach auch wieder, einer der Gründe dafür war, dass der Mitgründer und Dirigent Rudolf Hetzler berufsbedingt 1970 nach Herzogenaurach ziehen musste. Zu dieser Zeit gehörten der Kapelle bereits 50 junge Musikerinnen und Musiker an.

Hans Dennerlein gelang es 1975 wieder einen Teil der übrig gebliebenen Tannesspatzen um sich zu vereinigen und nun als Feuerwehrmusikkapelle“ erneut zu kirchlichen und weltlichen Anlässen aufzutreten. Nach und nach jedoch verstärkte sich der Wille Nägel mit Köpfen zu machen und einen Verein zu gründen.

1978 trafen sich im Gasthaus Amon in Unterweilersbach die 33 Musikfreunde die den Verein Weilersbacher Musikanten ins Leben riefen. Bei dieser Zusammenkunft wurde Hans Gath zum Gründungsvorstand gewählt. 2. Vorstand wurde Fritz Gelbhard ,Hans Bierfelder zum Kassier und Rudi Dennerlein schrieb die Protokolle.

Auf dem Vereinswappen sind die heimische Sankt Anna Kapelle und die Vexierkapelle Reifenberg zu sehen. Bis 1992 trugen die Musiker ihre schwarzen Hosen weiße Hemden, rote Westen und Jacken.

1981 löste Georg Hofmann den 2. Vorstand ab und Theo Hagen erledigte die Kassierarbeiten.

1984 wurden Alfred Hubert zum 2. Vorstand, Marlene Henkel zur Kassiererin und Bernhard Hack zum Schriftführer gewählt.

In diesem Jahr veranstaltete der Verein auch das Jubiläum 20 Jahre Weilersbacher Musikanten hierbei wirkten namhafte Künstler aus Funk und Fernsehen mit, auch der ehemalige Lehrmeister Rudolf Hetzler spielte mit seiner Jugendkapelle Herzogenaurach auf.

Für die musikalische Ausbildung waren seit 1978 Hans Dennerlein, Hans Hertel, Georg Häfner und Norbert Seiler verantwortlich.

1986 übernahm Oberstudienrat Raimund Schuh aus Ebermannstadt die Ausbildung der Musiker. Raimund Schuh war zuvor Stabführer des Spielmannszugs Jahn Forchheim.

Als Gründungsvorstand Hans Gath 1990 verstarb führte Alfred Hubert aus Rettern den Verein bis zu den Neuwahlen kommissarisch weiter.

Bei der Generalversammlung im November 1990 trat der bis dahin 1. Dirigent Norbert Seiler zurück und wurde von den anwesenden Mitgliedern zum 1. Vorstand gewählt. Als neuer Dirigent wurde Raimund Schuh vorgeschlagen, der somit die musikalische Leitung übernahm. Von nun an ging es mit dem Musikverein wieder aufwärts. Viele Auftritte folgten in den kommenden Jahren.
1992 beschloss der Verein nach langen Beratungen und Zusammenkünften für die aktiven Musiker eine fränkische Tracht an zuschaffen, sie besteht aus hellen Kniebundsocken, der dunkelbraunen Lederhose, einer roten Weste, gemustertem Mäschchen und der schwarzer Trachtenjacke. Zu besonderen Anlässen wird ein schwarzer Schaufelhut getragen. Die Kosten beliefen sich damals auf 36.000 DM die zu einem großen Teil vom Verein finanziert werden mussten, aber auch Gönner und Freunde des Musikvereins spendeten stattliche Geldbeträge.

1993 war für die Kapelle ein sehr Proben reiches Jahr, Ziel war bestmögliches Abschneiden beim Wertungsmusizieren im Rahmen des 28. Bayerischen Landesturnfestes in Ingolstadt wobei die Musiker unter der Leitung von Raimund Schuh in der Oberstufe die Auszeichnung Sehr Gut erreichen konnten.

Im Jahr 1995 begann eine kleine Gruppe des Vereins erste Kontakte mit der
Gruppo Strumentale Giovanile Lavis zu knüpfen und lud die Italienischen Musiker zu einem Besuch nach Weilersbach ein. In diesem Jahr startete der Musikverein die Musikalische Früherziehung unter Sandra Weißkopf. Bis heute ist diese ein wichtiger Bestandteil unseres Vereins.

1996 kam die Gruppo Strumentale Giovanile Lavis zu einem Ersten Gastspiel nach Weilersbach bei dem sie nicht nur die Weilersbacher Musikanten“ spielerisch beeindruckten sondern auch die gesamte Gemeinde in Staunen versetzten, denn der musikalische Stil dieser Gruppe aus Italien ist bei uns nicht Gang und Gebe. Da Sandra Weißkopf ab diesem Jahr den Blockflötenunterricht übernahm leitete nun Stefanie Bierfelder die Musikalische Früherziehung“

1997 fand schließlich der lang ersehnte Gegenbesuch in Italien statt, dies war zweifellos das Highlight des Jahres bei dem die im Jahr zuvor begonnene Freundschaft beider Musikgruppen noch weiter vertieft werden konnten, was natürlich wiederum einen Gegenbesuche der Laviser in Weilersbach 1998 zur Folge hatte. Zu den schon üblichen Instrumentalausbildungen begann Ulrike Brütting mit der Konzertflötenausbildung die sehr gut angenommen wurde.

1998 probte die Musikkapelle unter anderem für das erste Weihnachtskonzert der Weilersbacher Musikanten in der St. Anna Kirche bei dem auch das Landesorchester des Bayerischen Turnverbandes unter der Leitung des Landesdirigenten Reinhold Büttner sein Können unter Beweis stellte. Zur Jahrtausendwende zählte der Musikverein 398 Mitglieder.
Die Kapelle bestand aus 26 Musikern, 22 Jugendliche wurden ausgebildet. Des weiteren bekamen 11 Kinder im Alter von 6 - 11 Jahren Unterricht im Blockflötenspiel.
2001 stand nach 3 jähriger Pause wieder ein Besuch bei den Freunden in Lavis (Italien) auf dem Terminkalender, was allen Beteiligten sicher in guter Erinnerung bleiben wird.

Neben dem allgemeinen Spielbetrieb und den wöchentlichen Proben, sind die Lehrgänge der Landesverbände immer eine willkommene Abwechslung für unsere Musiker. Viele gute Freundschaften wurden hier bereits geknüpft und natürlich auch viel für die musikalische Weiterbildung getan!

Besondere Veranstaltungen wie die Musik-Kerwa die alljährlich an Pfingsten gefeiert wird, sowie die regelmäßigen Ski- und Wanderausflüge gehören zum festen Veranstaltungskalender des Musikvereins. Aus musikalischer Sicht kann man feststellen das sich die Arbeit der letzten 40 Jahre bewährt hat, auch wenn es ab und zu manchmal Krisen gab, die sicher in keinem Verein ausbleiben, ist erkennbar dass der stetige Zusammenhalt die Gemeinschaft und Qualität der Vereinsarbeit den Musikverein Weilersbach regional auszeichnet.

Gründungskapelle:

Trompete: Hans Dennerlein; Ludwig Hack; Josef Hack; Albert Lang; Ludwig Pieger; Leonhard Wölker; Felix Neuner; Helmut Eckert

Tenorhorn: Peter Neuner; Rudi Dennerlein; Reinhold Dötzer

Es-Horn: Fritz Gelbhardt; Georg Henkel; Gerhard Langguth

Posaune: Paul Gath; Manfred Knauer; Reinhard Braun; Wilfried Werner

Bariton: Hans Bierfelder